Fachartikel

  • Schwermetalle immer noch in Spielzeug

    Immer wieder steht Kinderspielzeug in den Schlagzeilen, weil es aus gesundheitsschädlichen Materialien besteht. Leider gibt es bislang kein Prüfbericht, der Kinder vor Chrom, Blei, Cadmium und anderen Giftstoffen in Spielzeug schützt. Aus diesem Grund kommt immer und immer wieder mit Gift kontaminiertes Spielzeug in den Handel.

    In einer Dokumentation von ZDF-Enterprise untersuchten Wissenschaftler, ob für Kinder, die mit solch einem belasteten Spielzeug in Berührung kommen, eine Gefahr durch herauslösende Giftstoffe besteht. Kleinkinder nehmen ja gerne Spielzeug in den Mund, nuckeln daran oder beißen darauf herum, so dass ein Absplittern der Oberfläche oder Herauslösen von Teilen und Herunterschlucken schon mal vorkommt.

    Wie gefährlich sind schwermetallbelastete Teile für das Kind, wenn diese im Verdauungstrakt landen?  Um herauszufinden, wie belastete Spielzeugpartikel mit menschlicher Magensäure reagieren könnte, machten die Wissenschaftler einen Versuch. Sie versetzten abgekratztes Material eines mit Blei und Chrom belasteten Seepferdchens mit einer Säure, die die Magenesäure des Menschen simulieren sollte.

    Nach einigen Stunden wurden Blei und Chrom aus den Spielzeugpartikeln herausgelöst. Eine Messung mit dem Massenspektrometer ergab, dass hohe Blei- und Chromgehalte sich in der Säure gelöst haben. Die Grenzwerte wurden um das 30-fache überschritten. Das Seepferdchen aus China hätte niemals verkauft werden dürfen.

    Referenz:
    focus.de, 13.06.2016: Wenn Spielzeuge mit Blei und Chrom belastet sind

Ernährung

Der Einfluss der Ernährung auf die Entwickung des Kindes

Die Ernährung kann einen beträchtlichen Einfluss auf das Fühlen, Denken und Verhalten des Kindes ausüben. Es ist allgemein bekannt, dass bei Kindern, die mangelhaft ernährt sind, häufiger Verhaltensstörungen, Konzentrationsstörungen und Lernstörungen auftreten. Eine schlechte Ernährung zieht unweigerlich eine unzureichende Versorgung mit bestimmten Mikro- und Makronährstoffen nach sich – jenen Stoffen, die für die allgemeine Entwicklung des Kindes und für die Leistungsfähigkeit unentbehrlich sind. Eine hirngesunde Ernährung enthält ausreichend Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, essentielle Fettsäuren...weiter

Mikronährstoffe

Mikronährstoffmedizin bei ADS, ADHS und Lernstörungen

Viele Eltern und auch erwachsene Betroffene suchen nach Alternativen zu der meist üblichen pharmakologischen Therapie mit Methylphenidat. Manche Kritiker der herkömmlichen Psychopharmakatherapie stellen Persönlichkeitsveränderung der Kinder während der Therapie fest und fürchten Langzeitschäden, da die Folgen einer Langzeiteinnahme noch nicht hinreichend erforscht sind. Auf der Suche nach Alternativen wird man zwangsläufig auch mit dem Thema Mikronährstofftherapie konfrontiert. Es gibt tatsächlich verschiedene Hinweise aus Studien...weiter

OM-Therapiekonzept

Mikronährstoffe erst bestimmen, dann gezielt therapieren

Eine Blutanalyse - der DCMS-Neuro-Check - gibt Auskunft über die aktuelle Mikronährstoffversorgung des Kindes. Aus dem Blut kann man erkennen, wie es um die Versorgung des Stoffwechsels mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren bestellt ist. Für einen optimalen Hirnstoffwechsel müssen alle Mikronährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Wir orientieren uns bei den Therapieempfehlungen nicht nur an den Normwerten, sondern berücksichtigen auch einen Mehrbedarf − immer unter Beachtung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse...weiter

Studien

  • Eisenmangel in der Schwangerschaft beeinträchtigt Hirnentwicklung

    Wissenschaftler aus China untersuchten bei 115 gesunden chinesischen Kindern, bei denen Blutparameter der Mutter und des Nabelschnurbluts bekannt waren, elektrophysiologische Signale der Entwicklung des auditorischen Systems. Sie konnten nachweisen, dass ein Eisenmangel vor der Geburt die Entwicklung des zentralen Nervensystems und des auditorischen Systems nachteilig beeinflusste - erkennbar am Verzögern beim Auftreten bestimmter elektrophysiologischer Signale des Gehirns.

    Referenz:
    Lou J, Mai X et al.: Prenatal Iron Deficiency and Auditory Brainstem Responses at 3 and 10 Months: A Pilot Study; Hong Kong J Paediatr. 2016;20(2):71-79.

     
  • Verminderte Eisenwerte bei ADHS

    In einer ägyptischen Studie wurden bei 30 ADHS-Kindern im Vergleich zu gesunden Kontrollkindern signifikant niedrigere Ferritin- und Hämoglobinwerte. Die Wissenschaftler konnten eine stark negative Korrelation zwischen dem Ferritinspiegel und dem Gesamt-ADHS-Score und den kognitiven Test-Scores feststellen. Ein Zusammenhang zwischen der Ferritinkonzentration und Hyperaktivität konnte nicht beobachtet werden.

    Referenz:
    Bener A et al.: Higher prevalence of iron deficiency as strong predictor of attention deficit hyperactivity disorder in children; Annals of Medical and Health Sciences Research, Sep-Oct 2014, Vol 4, Special Issue 3

     
  • Verminderte Eisen- und Vitamin-D-Spiegel bei ADHS festgestellt

    Wissenschaftler aus Katar und Großbritannien untersuchten bei 630 Kindern und Jugendlichen mit der Diagnose ADHS verschiedene Parameter des Eisenstoffwechsels sowie die Konzentrationen von 25-OHD, Calcium, Magnesium und Phosphor. Das Alter der Kinder und Jugendlichen lag zwischen fünf und achtzehn Jahren. In der Kontrollgruppe waren es ebenfalls 630 Kinder und Jugendliche.
    Zwischen den beiden Gruppen konnten verschiedene signifikante Unterschiede bezüglich der Konzentrationen von Vitamin D, Serumeisen, Ferritin, Hämoglobin, Magnesium, Calcium und Phosphor festgestellt werden. Durch eine detailliertere statistische Auswertung konnte Folgendes aufgezeigt werden: Niedrige Eisenkonzentrationen im Serum, verminderte Ferritinwerte und ein Vitamin-D-Mangel waren mit ADHS assoziiert.


    Referenz:
    Bener A et al.: Higher prevalence of iron deficiency as strong predictor of attention deficit hyperactivity disorder in children; Annals of Medical and Health Sciences Research, Sep-Oct 2014, Vol 4, Special Issue 3