Gehirnernährung

Stabiler Blutzuckerspiegel - wichtig für das Gehirn

Das menschliche Gehirn macht nur zwei Prozent des gesamten Körpergewichts aus, dennoch benötigt dieses Organ etwa 20 Prozent der Gesamtenergie. Der Hauptenergielieferant für unser Gehirn ist die Glukose. Damit das stoffwechselaktive Organ seine Funktionen erfüllen kann, ist es auf einen konstanten Blutzuckerspiegel angewiesen. Bei einem niedrigen oder schwankenden Blutzuckerspiegel kann es sehr leicht zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Aggressivität, Leistungsabfall etc. kommen. Um eine gleichbleibende Glukosezufuhr zu erreichen, kommt es letztlich auf die Qualität der Kohlenhydrate an.

 

Bevorzugt werden sollten daher Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index. Kohlenhydrate also, die die Glucose nur langsam freisetzen. Zu ihnen gehören Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse. Wenn Lebensmittel gegessen werden, die den Blutzuckerspiegel momentan stark ansteigen lassen, ist das Gehirn zwar kurzfristig mit ausreichend Glukose versorgt, innerhalb kürzester Zeit jedoch sinkt der Glukosespiegel wieder rapide ab. Die Ursache hierfür ist, dass das Gehirn von dem Glukoseschub nur einen gewissen Anteil aufnehmen kann, weil das Stoffwechselhormon Insulin dafür sorgt, dass die überschüssige Glukose anderweitig verstoffwechselt wird.

Vermeiden Sie also möglichst Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index wie Weißmehlprodukte, geschälten weißen Reis, Zucker, gesüßte Limonaden. Achten sie auch auf Zuckerfallen wie Glukose in manchen Obstsorten (z.B. Trauben, Datteln), industriell verarbeitete Müslis mit viel Zucker, Obstsäfte etc. Sollten ab zu Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index wie z.B. weißer polierter Reis oder helle Nudeln zubereitet werden, ist es sinnvoll, diese mit ballaststoffreichen Lebensmitteln, z.B. mit Gemüse, zu kombinieren.

Ständig schwankende Blutzuckerspiegel können nicht nur Stimmung und Verhalten des Kindes beeinträchtigen, sondern auch den Intelligenzquotienten. Forschungen am Massachusetts Institute of Technology ergaben einen massiven Unterschied, nämlich 25 Prozent, zwischen den IQ-Werten von Kinder, die sich im Hinblick auf den Konsum von Zucker und anderen raffinierten Kohlenhydraten im Spitzenfünftel der Bevölkerung befanden, und den Kindern im unteren Fünftel. Ein schwankender Blutzuckerspiegel wurde in einer weiteren, von der Swansea University durchgeführten Studie mit schwacher Aufmerksamkeit, schlechtem Gedächtnis und aggressivem Verhalten assoziiert.

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