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Lernstörungen bei
Kindern und Jugendlichen
Das Lernen ist wie andere Leistungen des
Gehirns auch mit Stoffwechselaktivitäten der Nervenzellen verbunden.
Eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Nahrungsbestandteilen
ist deshalb von grundsätzlicher Bedeutung für die
Hirnleistungsfähigkeit. Die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Lernen und
Verhalten wurden lange Zeit nicht ausreichend beachtet. Es gibt aber
zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, aus denen hervorgeht, dass
das Gehirn nur einwandfrei funktionieren kann, wenn es auch optimal
ernährt wird. Eine umfangreiche Liste von Publikationen hat z.B. das
amerikanische „Food and Nutrition Information Center“ veröffentlicht.
Eine wichtige Aufgabe für Denken, Lernen, Erinnern etc.
erfüllen die Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter). Für die Bildung
dieser Nervenbotenstoffe werden Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine
benötigt. Die Ergebnisse der Nationalen Verzehrstudie II zeigen, dass
die Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen bei Jugendlichen
zwischen 14 und 18 Jahren unbefriedigend ist. Über 90 Prozent der
Jugendlichen nehmen zu wenig Vitamin D auf, über 40 Prozent zu wenig
Vitamin E, rund 30 Prozent zu wenig Vitamin C. Auch die Versorgung mit
Folsäure lässt sehr zu wünschen übrig: Etwa 70 Prozent liegen unter den
DACH-Referenzwerten |
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| Bild: Rainer Sturm, pixelio.de |
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Kinder und Jugendliche sind hinsichtlich Mikronährstoffdefiziten auch
deshalb gefährdet, weil häufig Nahrungsmittel bevorzugt werden, die eher
mikronährstoffarm sind.
Zink wird z.B. für die Funktionsfähigkeit verschiedener
Nervenbotenstoff-Systeme benötigt. Ein Zinkmangel kann aus diesem Grunde die
Hirnfunktion erheblich beeinträchtigen. In verschiedenen Studien gab es
einen engen Zusammenhang zwischen niedrigen Zinkkonzentrationen und einer
ADHS-Symptomatik. Unabhängig von ADHS kann Zink die Hirnleistungsfähigkeit
von Heranwachsenden verbessern. Dies wurde in einer US-amerikanischen Studie
vom Jahr 2005 nachgewiesen. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das
u.a. auch für die Bildung von Nervenbotenstoffen gebraucht wird. Ein
Eisenmangel kann deshalb auch die geistigen Fähigkeiten beeinträchtigen. Die
Ergebnisse einer Metaanalyse beweisen, dass eine Eisensupplementierung die
Aufmerksamkeit, die Konzentration und den IQ verbessert. Die Vitamine B6,
B12 und Folsäure sind an der Bildung der Nervenbotenstoffe beteiligt. Wenn
eines der Vitamine fehlt, kann das Stoffwechselprodukt Homocystein im Blut
ansteigen. Nach Forschungsergebnisse der schwedischen Universität Örebro
standen höhere Homocysteinwerte mit schlechteren Schulnoten in Verbindung.
Eine Mikronährstoffanalyse gibt Aufschluss über mögliche
Mikronährstoffmängel und ermöglicht eine gezielte und individuelle
Nahrungsergänzung. Unbestritten ist, dass das Gehirn nur dann seine volle
Leistungsfähigkeit bringen kann, wenn alle Nahrungsbestandteile in
ausreichender Menge und Qualität vorhanden sind.
Bild: Rainer Sturm, pixelio.de; Autor: DCMS GmbH ©
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